Medien im digitalen Wandel: Fake News

Soziale Medien und digitale Technologien schaffen ein neues Informations- und Mediensystem, das eine enorme Herausforderung für demokratische Prozesse und deren Institutionen gleichermaßen darstellt – insbesondere in Wahlkampfzeiten. Die Debatte um “Fake-News” steht symptomatisch für diesen Wandel, wie vor allem die Erfahrungen aus dem amerikanischen Wahlkampf zeigen. Allerdings offenbart die Diskussion um Fake News in Deutschland, dass es viele Befürchtungen gibt, jedoch kaum verlässliche Daten darüber, wo tatsächliche Probleme liegen und wie schwerwiegend diese sind. Auch ist nicht klar, wie effektiv verschiedene Lösungsansätze der jeweiligen Institutionen und Plattformen sind. Wir möchten dem Phänomen Fake News daher möglichst gesamtheitlich auf den Grund gehen und relevante Daten, wie Ideen zusammenführen.

Im Fokus steht daher vor allem empirische Daten während des Bundestagswahlkampfes zu erheben, um Umfang und Auswirkungen von Fake-News verstehen und erklären zu können. Hierfür werden konkrete Fake-News vorrangig in der Online-Öffentlichkeit inhaltsanalytisch untersucht, um herauszufinden, welche Strukturen, Akteure, Reichweiten, Narrative und Kommunikationsmuster in welchen Kanälen identizierbar sind und wie viel das “Debunking” (dt.: Widerlegen) von Fake-News bringt. Ergänzt wird das Bild durch Befragungsdaten, die im Zuge der Bundestagswahl erhoben werden.

Unsere Arbeit im Bereich Fake News wird durch die Stiftung Mercator, die William and Flora Hewlett Foundation und die Stiftung Omidyar Network gefördert.