Internationale Cyber-Sicherheitspolitik

Cyber-Sicherheit und Cyber-Verteidigung werden zunehmend elementare Felder nationaler und internationaler Politik. Hierzu gehören unter anderem die institutionelle Aufstellung (Cybersicherheitsarchitektur), die Ressourcenlage und -verteilung (Fachkräftemangel und Parallelstrukturen), Prozesse und rechtliche Rahmenbedingungen (Standards für staatliches Hacken, nachrichtendienstliche Kontrollmechanismen und IT-Schwachstellenmanagement), sowie die Auswirkungen nationaler Politik auf die internationalen Beziehungen (“Spillover-Effekte”).

Auch wenn vieler dieser Herausforderungen subsidiär auf nationaler Ebene begegnet werden muss, so ist es zwingend notwendig international voneinander zu lernen und zusammen gute Lösungen, sogenannte Best Practices, zu entwickeln und diese weiterzuverbreiten. Die Vereinigten Staaten als globaler Technologieführer und Deutschland als zentraler Staat der Europäischen Union mit ausgeprägter Datenschutz- und Sicherheitskultur spielen dabei eine führende Rolle. Zu diesem Zweck wurde das Transatlantic Cyber Forum, kurz: “TCF”, von der Stiftung Neue Verantwortung gegründet.

Das TCF besteht derzeit aus mehr als 80 amerikanischen, deutschen und weiteren EU-Experten, welche in Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft tätig sind. Aktuell arbeiten diese Experten in drei Arbeitsgruppen an Lösungsvorschlägen zu folgenden Themen:

  1. Verschlüsselungspolitik und staatliches Hacken;
  2. Verteidigung und Schutz politischer IT-Infrastrukturen;
  3. Innovationen nachrichtendienstlicher Kontrolle.

Detaillierte Informationen zu den Arbeitsgruppen, Mitgliedern und dem aktuellen Arbeitsstand finden sich hier.

Das Transatlantic Cyber Forum wird von der Robert Bosch Stiftung und der William and Flora Hewlett Foundation gefördert.