Digitale Informations- und Nachrichtenkompetenz

Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit stellt Bürger:innen wie Politik vor neue Herausforderungen. Konsument:innen werden zunehmend zu Produzent:innen, öffentliche und private Kommunikation verschwimmt und entgrenzt sich, journalistische Gatekeeper:innen verlieren gleichermaßen an Bedeutung wie an Vertrauen und die digitale Debatten wandern in geschlossene Kommunikationsräume ab. Angesichts der weitreichenden und globalen Debatte über eine sog. Infodemie, die rasante Verbreitung von Desinformationen und die unübersichtliche, täglich wechselnde Informationslage ist digitale Nachrichten- und Informationskompetenz relevanter denn je.  

Genau daran arbeiten wir im Projekt digitale Nachrichten- und Informationskompetenz. Auf der Grundlage des im Juni 2020 erschienen Papiers „Verstehen, was ist. Auf dem Weg in die nachrichtenkompetente Gesellschaft“ und des darin entwickelten Modells der sechs Skill-Sets von digitaler Nachrichten- und Informationskompetenz haben wir in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut pollytix eine repräsentative Erhebung entworfen zu der Frage: „Wie nachrichtenkompetent sind die Deutschen?“ Mit der daraus entstandenen Studie „'Quelle: Internet'? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test“ erhalten wir erstmals einen Überblick, welche digitalen Kompetenzen in der Deutschen Bevölkerung bereits vorhanden sind, wie verschiedene Alters- und Bevölkerungsgruppen dabei abschneiden und wo es gegebenenfalls (neuer) digitaler Bildungsangebote bedarf. 

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse gehen wir in die Übersetzungsphase, die sich an Expert:innen und Entscheider:innen aus Ministerien, Medienorganisationen, öffentlichen Einrichtungen, NGOs sowie auch an Bürger:innen richtet. 

 

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