Digitale Energiewende

Für die Erreichung der Klimaschutzziele ist die Energiewende entscheidend, denn etwa 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen stammen aus dem Energiesektor – unter anderem für Strom und Wärme. Für die Transformation der Energiewirtschaft spielt wiederum die Digitalisierung eine zentrale Rolle.  Von Smart Metern über Sensoren bis Blockchain gibt es etliche Technologien, mit denen die Branche sich derzeit beschäftigt. Allerdings werden viele dieser digitale Tools derzeit nur punktuell eingesetzt, während die komplexen systemischen Auswirkungen der Digitalisierung und die damit verbundenen Anforderungen an die Energiepolitik noch nicht hinreichend erfasst wurden.

Die derzeitige Regulierung des Energiesystems und die damit verbundenen Denkmuster stammen teilweise noch aus einer Zeit zentral planbarer, fossiler Energieversorgung – ganz ohne Digitalisierung. Sie erschweren die immer dringender benötigte Transformation zu einem dezentralen und regenerativen Energiesystem.

In Zusammenarbeit mit der Reiner Lemoine Stiftung, der 100 Prozent Erneuerbar Stiftung, dem Bündnis Bürgerenergie und der Haleakala Stiftung wurde unter Federführung der Stiftung Neue Verantwortung das Projekt Energiesystemwende ins Leben gerufen. Fabian Reetz und Céline Göhlich untersuchen dabei gemeinsam mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, welches Systemverständnis die Energiewirtschaft bisher prägte und welche verbreiteten Denkmuster mittlerweile überholt sind. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden in einem Policy Brief Anfang 2020 veröffentlicht. 

Bisherige Veröffentlichungen im Themenfeld digitale Energiewende: 

 

Die Energiewende braucht ein digitales Marktdesign (April, 2017)

In diesem Papier wurden erste wirksame Vorschläge für die Modernisierung des Energiemarkts entwickelt und gezeigt, wie die Digitalisierung einen Beitrag zur Lösung grundlegender Probleme im Energiesektor leisten kann. Dabei werden drei Bereiche beleuchtet: Partizipation von Prosumer:innen, Echtzeitdaten für günstigeren Stromhandel und räumliche Allokation für effizientere Preisbildung.   

 

Welche Chancen ein digitales Energiemarktdesign bietet (Oktober, 2017)

Das Policy Brief fasst die Erkenntnisse eines Foresight-Prozesses zusammen und zeigt wie die Digitalisierung in Zukunft für ein intelligenteres und effizienteres Marktdesign genutzt werden kann. Es werden konkrete Potenziale benannt, die darstellen, wie wir sowohl die komplexeren Aufgaben als auch die steigenden Kosten der Energiewende durch digitale Lösungen bewältigen können. 

 

Blockchain & das Klima – Warum die nationale Blockchain-Strategie Innovations- und Klimapolitik zusammenbringen sollte (März, 2019)

Das Papier untersucht die Blockchain-Technologie aus klimapolitischer Sicht und formuliert Empfehlungen für die nationale Blockchain-Strategie. Dazu gehört, dass  die Energieeffizienz unterschiedlicher Blockchain-Lösungen in Analysen und politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden sollten. Durch entsprechende regulatorische Vorgaben könnte Deutschland hier Innovationsförderung mit Klimaschutz verbinden. 

 

Blockchain-Technologie. Herausforderungen und Förderstrategien (Mai, 2019)

In dieser Studie, die im Auftrag der Expertenkommission der Bundesregierung für Forschung und Innovation (EFI) erstellt wurde, werden einerseits die Potenziale der Blockchain-Technologie beleuchtet. Andererseits wird auch auch auf die Herausforderungen und den Gestaltungsbedarf hingewiesen. Neben kommunikativen und technischen Aspekten wird hier auch auf die Werte und Motive der Treiber:innen dieser Technologie eingegangen, die nicht immer offensichtlich sind.  

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