Der Spion im Schlafzimmer

Medienbeitrag

Beitrag im Handelsblatt Nr. 015 vom 20.01.2017 Seite 016 / Unternehmen & Märkte

Mit Google Nest startet ein weiterer Anbieter für Smart-Home-Lösungen. Doch viele der vermeintlichen Alltagserleichterer haben gravierende Sicherheitsmängel.
Es dauert nicht lange, bis Matt Rogers auf das Thema zu sprechen kommt. Datenschutz und IT-Sicherheit, so betont der Mitgründer von Nest Labs, seien von vornherein mitbedacht worden: "Vertrauen ist das Wichtigste." Es gehe schließlich um das eigene Zuhause.

Rogers platziert die Botschaft mit Bedacht. Seine Firma, vor drei Jahren für 3,2 Milliarden Dollar von Google übernommen, bringt jetzt seine vernetzten Produkte in Deutschland auf den Markt, zwei Überwachungskameras und einen Rauchmelder, bald soll ein Thermostat folgen. Der Clou bei diesen und anderen Geräten fürs Smart Home: Sie lassen sich zum Beispiel vom Smartphone aus steuern. Durch den Anschluss an das Internet könnten aber auch Fremde auf smarte Kameras, Lampen oder Kühlschränke zugreifen, wenn sie nicht geschützt sind.

Vernetzt, praktisch - und gefährlich: Das gilt für viele Geräte, die das Leben leichter machen sollen. Denn während die Hersteller mit dem Komfort werben, vernachlässigen sie häufig die Sicherheit. Es sei ökonomisch nicht sinnvoll, bei der Entwicklung darauf zu achten, "da der Markt vor allem Features und Leistungsfähigkeit honoriert", schreibt die Stiftung Neue Verantwortung in einer Studie...

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Erschienen bei: 
Handelsblatt
23. Januar 2017
Autoren: 

Christof Kerkmann und Johannes Steger

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