Auf dem Weg zum digitalen Lernen: Empfehlungen für eine digitale Agenda der Schulen

Policy Brief

Mittlerweile ist das Verweisen auf die Potenziale digitaler Technologien im Bildungsbereich fester Bestandteil des Digitalisierungsdiskurses geworden. Die Stärkung der Medienkompetenzen Lernender und Lehrender wird regelmäßig als notwendige Antwort auf die bildungspolitischen Herausforderungen der Digitalisierung gefordert. Hierbei geht es nicht nur um eine Qualifizierung für den Arbeitsmarkt der Zukunft. Digitale Kompetenzen bilden auch die Grundlage für die Bürgergesellschaft im 21. Jahrhundert. Denn nur wer das Internet versteht, kann auch seine Rechte im digitalen Raum einfordern, seine Daten vor Missbrauch schützen und informierte Entscheidungen zum eigenen Online-Verhalten treffen.

Doch zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit an deutschen Schulen klafft eine riesige Lücke. Wir benötigen dringend eine Digitale Agenda für unsere Schulen, um diese Kluft zu schließen. Wie wesentliche Eckpunkte einer solchen Agenda aussehen könnten, haben wir in dem beigefügten Policy Brief zusammengetragen. Dabei war es uns besonders wichtig, die Perspektive von Startups aus dem Bildungsbereich einzubinden. Sie besitzen wertvolle Erfahrungen darüber, an welchen Hürden der Einsatz digitaler Technologien im Alltag unserer Schulen bisher scheitert. Aus unserer Sicht beginnt die digitale Agenda für Schulen mit schnellen Breitbandanschlüssen und professionellen IT-Management. Des Weiteren haben wir Lehrerausbildung, Qualitätssicherung, Datenschutz, Urheberrecht, Wirksamkeitsforschung und notwendige öffentliche Investitionen als zentrale bildungspolitische Handlungsfelder identifiziert. 

Erschienen bei: 
stiftung neue verantwortung e.V.
01. November 2014
Autoren: 

Stephan Bayer (Sofatutor)
Dr. David Deißner (Vodafone Institut für Gesellschaft & Kommunikation)
Ralph Müller-Eiselt (Bertelsmann Stiftung)
Dr. Stefan Heumann (stiftung neue Verantwortung)
Tobias Hönig (Scolibri)
Jakob Adolph & Benjamin Wüstenhagen (k.lab)