Disinformation & Democracies: Rethinking Discourses in a Digital Structural Transformation of the Public Sphere

Disinformation & Democracies: Rethinking Discourses in a Digital Structural Transformation of the Public Sphere

Konferenz

Die Folgen des digitalen Strukturwandels der Öffentlichkeit gehören zu den größten Herausforderungen heutiger Demokratien. Seine Schattenseiten erlebt dieser Wandel, wenn wir über Desinformation, Hasskampagnen oder Einmischungsversuche von Populist:innen und Extremist:innen von innen und außen reden. Doch wo stehen wir im Jahr 2019 – auch nachdem bei den Europawahlen viele dieser Befürchtungen nicht eintrafen?

Der Diskurs über Desinformation bewegt sich auf mehreren Vektoren: der Marktmacht datengetriebener Plattformen, dem Bedeutungsverlust alter Gatekeeper im öffentlichen Diskurs und den technischen Möglichkeiten gesteuerter politischer Einflussnahme – um nur einige zu nennen. Die Wirkung all dessen, nicht nur auf Wahlen, sondern auch die Verfasstheit demokratischer Ordnungen einzuschätzen, bleibt nach wie vor schwierig. Die länderspezifischen Konstellationen von Mediensystemen, Wählervertrauen in Institutionen, Rechtsstaatlichkeit und Integrität politischer Akteur:innen sind entscheidend, versucht man den Grad an Gefährdung durch Desinformation festzustellen.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten die Stiftung Neue Verantwortung e.V. und das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland die zweitägige, intersektorale Konferenz „Disinformation & Democracies: Rethinking Discourses in a Digital Structural Transformation of the Public Sphere“ mit führenden Expert:innen auf diesem Gebiet. Mit dabei waren u.a. Julia Rone (University Cambridge), Victoria Kwan (First Draft), Ulrik Haagerup (Constructive Institute), Melanie Amann (Der Spiegel), Carlos Perez Maestro (EU-Kommission/GD-Connect), Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen), Alexander Sängerlaub (Stiftung Neue Verantwortung), Tania Röttger (Correctiv), uvm.

Im Rahmen der Konferenz wurden gemeinsam die drängendsten Probleme, die Akteur:innen und die Perspektiven rund um die Thematik identifiziert und darauf aufbauend innovative und konstruktive Lösungsansätze diskutiert.

Datum: 
30.09.2019 bis 01.10.2019
Ansprechpartner: 
Alexander Sängerlaub