Angst vor Wahlmanipulation - Wie gefährlich sind soziale Medien?

SNV in den Medien

Die EU-Kommission warnt: Hackerangriffe könnten die Europawahl Ende Mai beeinflussen. Der Skandal um die Rolle von Cambridge Analytica bei der US-Wahl 2016 hat die Gesellschaft wachgerüttelt: Um Wähler mit gezielten Botschaften zu manipulieren, hatte das Unternehmen Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern gesammelt. Auch die Brexit-Befürworter sollen mithilfe der sozialen Medien die Abstimmung entscheidend beeinflusst haben. Gleichzeitig verzerren „Fake News“ und „Social Bots“ die politische Stimmung in der Gesellschaft und bedrohen die unabhängige Meinungsbildung im Internet. Sei es aufgrund des nachlässigen Umgangs mit Falschinformationen, persönlichen Daten oder Hetze im Netz – vor allem die großen Plattformen geraten verstärkt in die Kritik, die Verunsicherung über die Macht der sozialen Medien nimmt zu. Rund drei Wochen vor den Europa-Wahlen meldet sich nun auch Bundespräsident Steinmeier zu Wort: Bei der Eröffnung der diesjährigen „re:publica“-Konferenz in Berlin forderte er „demokratische Regulierungen“, wie „glasklare Herkunftssiegel für Informationen“ – gerade für politische Werbung. Doch welchen Einfluss haben Falschnachrichten wirklich auf unser Wahlverhalten? Stimmt es, dass Donald Trump ohne Twitter und Fake News nie gewählt worden wäre? Wie nutzen deutsche Parteien überhaupt die sozialen Medien? Und was bedeuten Filterblasen und Falschnachrichten für den EU-Wahlkampf? 

Moderator Alexander Kähler diskutierte mit: 

  • Konstantin Kuhle (innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag) 
  • Joana Cotar (digitalpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Bundestag) 
  • Alexander Sängerlaub (Stiftung Neue Verantwortung (SNV)) 
  • Prof. Wolfgang Krieger (Historiker und Geheimdienstexperte Universität Marburg)
Erschienen bei: 
Phoenix
09. Mai 2019
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