Wie gestalten wir den digitalen Staat? Zukunftschancen von E-Government nach Snowden

Wie gestalten wir den digitalen Staat? Zukunftschancen von E-Government nach Snowden

Die Regierungsparteien haben sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten vier Jahre die hundert wichtigsten und am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen im Internet anzubieten. Schon heute können in vielen europäischen Staaten Behördengänge digital und mobil erledigt werden. Die digitale Transformation des öffentlichen Sektors kann die Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen und Verwaltungen zeitsparender, effizienter und benutzerfreundlicher gestalten. Der Staat Estland steht beispielhaft für eine öffentliche digitale Infrastruktur, die im Lebensalltag der Bürger angekommen ist.

Doch wie digital soll der Staat überhaupt sein? Und wie müssten E-Government-Angebote gestaltet werden, um von Bürgern akzeptiert und genutzt zu werden? Im Lichte der aktuellen Debatte um Privatheit und die globale Überwachung nach den Enthüllungen Edward Snowdens stellt sich umso mehr die Frage, wie das Innovationspotential einer digitalen Verwaltung mit dem dringenden Anspruch an Transparenz und Datensicherheit in Einklang gebracht werden kann.

Anlässlich der Vorstellung eines Reports des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation zu den Erfolgsbedingungen von E-Government am Beispiel Estlands möchten wir mit Ihnen zu folgenden Fragen ins Gespräch kommen:

• Warum sind in Deutschland noch immer nur wenige Behördengänge online verfügbar?

• Wie entstehen Anreize für den Ausbau der digitalen Service-Landschaft im öffentlichen Sektor?

• Wie müssen digitale Verwaltungsangebote von der Meldung des Wohnortes bis hin zur digitalen Unterschrift gestaltet sein, damit die Bürger diesen vertrauen? 

• Wie lassen sich in diesem Prozess Transparenz und Datenkontrolle erhalten, wenn Bürgerdaten zunehmend digitalisiert werden?

| MODERATION:

| Dr. David Deißner, Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Berlin

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Um eine offene Diskussionskultur zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Mit: 

Luukas Ilves (Estonian Information System Authority, Tallinn);
Prof. Dr. Tino Schuppan (Institute for E-Government, Universität Potsdam);
Ben Scott, PhD (Programmleiter "Europäische Digitale Agenda", stiftung neue verantwortung)

Datum: 
18.02.2014 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
Ort: 
stiftung neue verantwortung
Berliner Freiheit 2
10785 Berlin
Deutschland
Ansprechpartner: 
Dr. Stefan Heumann