Universelle Datafizierung und die Grenzen digitaler Moral

Universelle Datafizierung und die Grenzen digitaler Moral

Vortrag

Vortrag von Dr. Tobias Knobloch, Projektleiter des Projekts "Open Data & Privacy", zum Thema „Universelle Datafizierung und die Grenzen digitaler Moral“ im Rahmen der Tagung „From Face to Interface“

Die Mechanismen der Datensammlung und -auswertung sind den meisten Menschen verborgen. Und doch spalten sie die Gesellschaft zunehmend in eine digitale Elite und ein datafiziertes Proletariat. Digitale Märkte funktionieren nach dem Winner-takes-it-all-Prinzip, während öffentliche Verwaltungen selbst in hochentwickelten Ländern nach wie vor kaum digital funktionieren und mancherorts (beispielsweise in Berlin) beziehungsweise bei manchem Thema (etwa im Umgang mit Flüchtlingen) regelrecht versagen. Aber sind es Annehmlichkeiten und Effizienzgewinne wirklich wert, dass wir uns einerseits selbst vollständig gläsern machen und andererseits zu gläsernen Menschen gemacht werden? Und wie wird diese Frage zu beantworten sein, wenn wir dereinst wirklich große Gewinne erzielen können, wie etwa im Gesundheitswesen: Bekommt unsere Welt dann vollends einen dystopischen Anstrich oder rettet die allgegenwärtige Datenvermessung letztlich noch unser Leben? Und wessen Leben – und wessen nicht?

Mit: 

Dr. Tobias Knobloch, Projektleiter "Open Data & Privacy"

Datum: 
07.06.2016 Uhr (Ganztägig)
Ort: 
accadis Hochschule
Du-Pont-Straße 4
61352 Bad Homburg
Deutschland