Energiewende als Gemeinschaftswerk - Modell für eine kollaborative Zukunft der Demokratie in Deutschland?

Energiewende als Gemeinschaftswerk - Modell für eine kollaborative Zukunft der Demokratie in Deutschland?

Podiumsdiskussion

Mitglieder des hochkarätig besetzten Beirats des Projektes „Kollaborative Demokratie 21“ diskutieren über die Innovationskraft, die die Energiewende für die repräsentative Demokratie in Deutschland mit sich bringt.
 
Die Energiewende ist eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In sehr kurzer Zeit muss die Energieinfrastruktur nicht nur modernisiert, angepasst und umgebaut werden, sondern all dies muss gesellschaftlich akzeptiert geschehen. Die Energiewende stellt mithin nicht nur unsere technische Innovationsfähigkeit vor große Aufgaben, sondern auch die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens, ja unserer Demokratie.
 
Zur gleichen Zeit wird die Krise der repräsentativen Demokratie ausgerufen, der Wutbürger setzt die Trends. Ein Zeitalter der prekären Legitimität scheint anzubrechen, in dem die Bereitschaft zur Anerkennung von politischen und rechtsstaatlichen Entscheidungen weitaus fragiler ist als noch vor zwei oder drei Dekaden.
 
Dem entgegen steht der konstruktive Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, sich direkter, unmittelbarer und kollaborativer an der Regelung unseres Gemeinwesens zu beteiligen. Und dies nicht nur auf dem Feld des Politischen im Rahmen von Referenden, Planungsverfahren oder Runden Tischen, sondern auch im Rahmen neuer finanzieller Modelle wie Bürgerwindparks. Entscheider in Politik, Verwaltung und Wirtschaft spüren diesen Wunsch – und reagieren. Das Wort Beteiligung ist in aller Munde, die Zahl der Bürgerdialoge steigt.
 
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Kann die Energiewende nicht nur ökonomischer Innovationstreiber sein, sondern auch unsere Demokratie in Deutschland grundlegend verändern? Wie viel Beteiligung verträgt die Umsetzung der Energiewende? Wie gelingt der Ausbau der Infrastruktur zügig und dabei gesellschaftlich tragfähig?
 
 
| EINFÜHRUNG
 
| Dr. Christopher Gohl, Associate, Projekt "Kollaborative Demokratie", stiftung neue verantwortung
 
 
| GÄSTE
 
| Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik, WWF Deutschland
 
| Joachim Koschnicke, Geschäftsführer, forsa - Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen
 
| Jörg Krell, Leiter Vorstandsstab, Bayer AG
 
| Thomas Strobl, MdB, Landesvorsitzender CDU Baden-Württemberg
 
| Jochen Tscheulin, geschäftsführender Gesellschafter, IFOK GmbH
 
 
| MODERATION
 
| Dr. Maik Bohne, Fellow, Projekt "Kollaborative Demokratie", stiftung neue verantwortung
 
| Anna Wohlfarth, Associate, Projekt "Kollaborative Demokratie", stiftung neue verantwortung
 
Mit: 

Dr. Christopher Gohl, Regine Günther, Joachim Koschnicke, Jörg Krell, Thomas Strobl, Jochen Tscheulin

Datum: 
25.04.2012 - 18:30 bis 20:00
Ort: 
stiftung neue verantwortung
Berliner Freiheit 2
10785 Berlin
Deutschland