Enabling Innovation - die Energiewende als Innovationstreiber

Enabling Innovation - die Energiewende als Innovationstreiber

Round Table

Die Entscheidung für die Energiewende ist das größte Konjunkturprogramm der Nachkriegszeit in Deutschland. Die Erwartungen an das Industrieland Deutschland sind dabei nicht nur in Deutschland groß: Eine Vielzahl von Staaten verfolgen mit größtem Interesse, wie Deutschland bei der Energiewende voranschreitet und hegen die Erwartung, dass Deutschland sowohl technologisch wie auch gesellschaftlich gangbare Wege in ein neues Energiezeitalter aufzeigt. So zeigen eine Reihe von Untersuchungen, wie zuletzt die VDE-Trends 2011, dass im internationalen Vergleich keinem anderen Land eine mit Abstand so hohe (Technik-)Kompetenz zur Realisierung der Energiewende zugewiesen wird, wie der Bundesrepublik.
 
Herausforderung
 
Das Zeitfenster, die Energiewende zu vollziehen, ist nur kurz. Dadurch steigt der Innovationsdruck für Politik, Unternehmen und Gesellschaft, die entsprechenden Lösungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Energiewende zu schaffen. Innovation ist in diesem Zusammenhang nicht nur technologischer Natur, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verstehen. Welche innovationsfördernden Rahmenbedingungen sind in Deutschland nötig? Braucht Deutschland ein neues Innovationsegime zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Anforderungen ergeben sich durch die Energiewende für die handelnden Akteure? Welche Rolle kommt den Gewerkschaften bei der Umsetzung der Energiewende zu?
 
Kernfragen
 
Folgende Fragen werden im Rahmen des Policy Lab diskutiert:
  • Wie lässt sich der Fortschritts- und Innovationswunsch, der am Beispiel der Energiewende deutlich wird, in eine aktive Umsetzungsdynamik für die Entwicklung und den Aufbau neuer Energienetze, Kraftwerke und Speicher übertragen? Wo ist aktuell der "missing link" zwischen Fortschrittswunsch und Umsetzung?
     
  • Welche Maßnahmen müssen kurz- und langfristig getroffen werden, um diesen "missing link" wiederherzustellen?
     
  • Welche kommunikativen Aufgaben erwarten Politik und Unternehmen bei der Umsetzung der Energiewende?
     
  • Welche neue Formen der Austausch- und Anerkennungsprozesse bedarf es zwischen Bürgern, Unternehmen, Politik und Verwaltung, um die mit der Energiewende verbundenen tiefgreifenden Veränderungen zu bewerkstelligen?
     
  • Welche Handlungsoptionen bestehen für eine Industriegewerkschaft, eine aktive, veränderungsbefähigende Rolle bei der Gestaltung der Energiewende einzunehmen?
     
Übr die Kernfragen hinaus werden weitere Aspekte der Energiewende diskutiert.
 
Teilnehmer
 
20 Experten und Praktiker aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung. Teilnahme nur mit Einladung.
 
Sparring Partner
 
Michael Vassiliadis ist seit 2009 Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der K+S AG und der STEAG GmbH sowie Mitglied der Aufsichtsräte der Henkel AG & Co. KGaA und der BASF SE. Michael Vassiliadis ist Mitglied des von der Bundesregierung berufenen Rates für Nachhaltige Entwicklung und war 2011 Mitglied der Ethikkommission zur Energiewende.
 
Weitere Stationen: 1980 Mitglied der IG Chemie-Papier-Keramik. Verschiedene gewerkschaftliche und betriebsverfassungsrechtliche Funktionen, u.a. Vorsitzender der Jugendvertretung und Mitglied der Gesamtjugendvertretung der Bayer AG, Vorsitzender des Bezirks- und Mitglied des Bundesjugendausschusses, Mitglied der Vertrauenskörperleitung der Bayer AG, Tarifkommissionsmitglied, Manteltarifkommissionsmitglied, Mitarbeit in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, Mitglied des Beirats. Seit 1986 hauptamtliche Gewerkschaftstätigkeit zunächst als Sekretär der IG Chemie-Papier-Keramik, Verwaltungsstelle Leverkusen; ab 1990 im Bezirk Nordrhein-Westfalen; von 1994 bis 1997 IG-Chemie-Geschäftsführer in Leverkusen; von 1997 bis 2004 Vorstandssekretär der IG BCE und Leiter der Abteilung Vorsitzender/Personal beim Hauptvorstand der IG BCE in Hannover.
Seit März 2004 Mitglied des geschäftsführenden IG-BCE-Hauptvorstandes. Bis Oktober 2009 zuständig für Betriebsräte - Bildung - Jugend - Vertrauensleute/Ortsgruppen. Auf dem Vierten Ordentlichen Gewerkschaftskongress der IG BCE 2009 ist Michael Vassiliadis zum Vorsitzenden der IG BCE gewählt worden. Seit Mai 2011 Präsident der Föderation Europäischer Bergbau-, Chemie- und Energiegewerkschaften (EMCEF). Seit 1981 Mitglied der SPD.
 
Die Ergebnisse des Policy Lab werden schriftlich zusammengefasst und veröffentlicht. 
Mit: 

Michael Vassiliadis (Mitglied des von der Bundesregierung berufenen Rates für Nachhaltige Entwicklung und war 2011 Mitglied der Ethikkommission zur Energiewende)

Datum: 
28.03.2012 - 15:30 bis 19:00
Ort: 
stiftung neue verantwortung
Berliner Freiheit 2
10785 Berlin
Deutschland