Die Zukunft der Innovation: Design-Prinzipien einer innovationsfähigen Wirtschaft



Der Blick auf wissensbasierte Wertschöpfung hat sich gewandelt. Innovatives Potential ist nicht mehr vorwiegend im Besitz eines einzelnen Unternehmens. Es ist primär über einzelne Akteure und in der Kommunikation der dort arbeitenden Menschen sowie außerhalb des Unternehmens präsent. Offene Innovationsnetzwerke machen in Zukunft die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotentials notwendig. Diese filigranen, neuen Netzwerke sind ein tragendes Element wissensintensiver Industrien, die heute für einen Großteil neuen Wachstums verantwortlich sind und weiter an Bedeutung gewinnen werden. Schon heute überlagern daher hybride ad-hoc Netzwerke in vielen Organisationen die bestehende hierarchische Prozessorganisation.

Die „Organisation von Innovation“ wandelt sich rapide. Innovationsprozesse öffnen sich und die strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotentials gewinnt an Bedeutung.

Das Projekt sucht nach zeitgemäßen Organisationsformen, die den konstruktiven Umgang mit einer zunehmenden Vernetzung ermöglichen und Innovationsfähigkeit sichern.

Im Vordergrund des Projekts stehen folgende Aspekte:

Innovationskultur: Wie beeinflussen globale Zusammenarbeit und Digitalisierung Unternehmen und Institutionen in Deutschland? Welche neuen Organisationsformen haben sich bereits etabliert? Welche externen Herausforderungen aber auch Chancen ergeben sich aus dem Anwachsen sozialer Medien?

Organisation: Wie kann eine innovative Organisation des 21. Jahrhunderts aussehen? Verdrängt sie klassische Organisationsformen (divisional, regional, matrix-basiert) oder ergänzt sie diese? Was sind Kriterien für eine erfolgreiche Umstrukturierung hin zu einer netzwerkbasierten, innovationsstarken Organisation und was sind die Risiken?

Führung: Welche Führungsansätze sind nötig, um die vernetzte, innovative Organisation zu leiten und innovativ zu halten – etwa motivieren, befähigen, Sinn geben? Welche Führungspraktiken sind überholt und welche gilt es auszubauen?

Dazu analysiert das Projekt „Zukunft der Innovation“ Fallbeispiele erfolgreicher offener Innovationsnetzwerke und der an ihnen teilhabenden Akteure. Aus diesen und weiteren nationalen wie internationalen Fallstudien leitet das Projekt Design-Prinzipien für innovationsfähige, netzwerkbasierte Organisationsformen ab. Es analysiert die neuen Rahmenbedingungen einer zunehmend „interaktiven Wertschöpfung“ einschließlich ihrer Folgen für deutsche Unternehmen in Bezug auf Wertschöpfung, geistiges Eigentum und die Rolle der Beschäftigten.

Das Projekt baut auf den Ergebnissen der Projekte „The Business Web“ und „Organisationskultur“ (2011-2012) sowie „Smart Urban Mobility“ (2010-2011) auf. 

Projektbeirat
Das Projekt wird durch einen eigenen Beirat bestehend aus namhaften Experten begleitet. Mitglieder des Projektbeirates sind:

Ariane Derks, Geschäftsführerin, Land der Ideen Management GmbH

David Shirreff, Wirtschafts- und Finanzkorrespondent, The Economist

Walter Haas, Chief Technology Officer, HUAWEI Technologies GmbH Deutschland

Andreas Menke, Mitglied des Vorstands, PricewaterhouseCoopers AG

Dr. Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments

Das Team hat einen eigenen Projektblog: Die Zukunft der Innovation - Projektblog