EU Economic Foresight: Trends und Einflussfaktoren europäischer Wettbewerbsfähigkeit in der Weltwirtschaft



Vor dem Hintergrund neuer geopolitischer und geoökonomischer Veränderungen, der Weltwirtschafts- und Finanzkrise, der aktuellen Krise des Euro und der finanzpolitischen Instabilitäten in der Europäischen Union müssen die Prinzipien, das institutionelle Rahmengefüge und die Mechanismen der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Europäischen Union weiterentwickelt werden. Die Europäische Union braucht neue Konzepte und Governance-Strukturen. Deutschland fällt hier als größter Volkswirtschaft auf dem Kontinent eine besondere Rolle zu.

Ziel des Projekts ist es, mit Methoden der Zukunftsforschung Trends und Indikatoren für die zukünftige geoökonomische Positionierung der Europäischen Union bis 2030 zu identifizieren. In diesem Kontext will das Projekt zur Weiterentwicklung des institutionellen Rahmengefüges europäischer Wirtschafts- und Finanzpolitik und insbesondere zur Identifikation dafür notwendiger politischer Entscheidungen einen Beitrag leisten. 

Im Vordergrund des Projekts stehen folgende Fragen:

Szenarien: Die Weltwirtschaft durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Welche Einflüsse bestimmen die Position der Europäischen Union in der Weltwirtschaft bis 2030? Wie wird sich Europas Position relativ zu der anderer regionaler Akteure und Wirtschaftsräume in der Weltwirtschaft verändern? Welche Rolle wird der Euro in der Weltwirtschaft zukünftig einnehmen?

Anwendbarkeit: Wie können Methoden der Trend- und Zukunftsforschung gewinnbringend auf so komplexe Institutionen wie die EU und die Wirtschafts- und Währungsunion angewandt werden?

Reform: Die Wirtschafts- und Währungsunion bedarf der Weiterentwicklung, nicht zuletzt weil die Zukunft des Euro in Frage steht. Wie können die Budgets und Haushalte der Mitgliedsstaaten stabilisiert werden? Wie kann das Rahmengefüge der Wirtschafts- und Währungsunion weiterentwickelt werden? Welche politische Schritte sind notwendig?

Dazu analysiert das Projekt „EU Economic Foresight“ auf Basis des Strategic Foresight-Ansatzes Trends und Indikatoren für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und geoökonomische Positionierung der Europäischen Union bis 2030. Zudem entwickelt das Projekt Szenarien für die Weiterentwicklung des institutionellen Rahmengefüges der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Europäischen Union.

Das Projekt ist Teil einer mehrjährigen Programmlinie „EU Strategic Foresight“ der stiftung neue verantwortung in Kooperation mit der Stiftung Mercator und dem European Council on Foreign Relations (ECFR). Es baut auf den Ergebnissen des Projektes „EU Security Foresight“ aus 2011/2012 auf.

 

Projektbeirat

Das Projekt wird durch einen eigenen Beirat bestehend aus namhaften Experten begleitet. Mitglieder des Projektbeirates sind:

Kerstin Andreae, MdB, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Prof. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt, Allianz Group

Sven Böll, Korrespondent im Hauptstadtbüro, Der Spiegel

Dr. Christian Kastrop, Abteilungsleiter Grundsatzfragen der Finanzpolitik (IA), Bundesministerium der Finanzen

Andre Wilkens, Leiter ProjektZentrum und Leiter Strategie, Stiftung Mercator