Programm | Zukunft des Regierens

Regierungskunst ist und bleibt die Basis sowohl für Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit als auch für Wohlstand, Innovation und Investition. Doch wird Regieren im 21. Jahrhundert deutlich komplexer. Politische Entscheidungen werden zunehmend auf supranationaler Ebene getroffen – angetrieben von der Exekutive, mit immer weniger Einfluss der Parlamente. Die Schuldenbremse setzt enge Grenzen für politische Gestaltung. In Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie verliert klassische politische Kommunikation an Wirkungsmacht. Die Zufriedenheit mit den Politikergebnissen sinkt, während der Wunsch nach Bürgerbeteiligung wächst. Kurzum: Qualität, Form und Legitimität des Regierens stehen auf dem Prüfstand. Die Politik kann diese Herausforderung nicht alleine meistern. Die Weiterentwicklung des Regierens ist eine Aufgabe aller Sektoren, die langfristig nur in Kooperation miteinander gelöst werden kann.

Das Programm erarbeitet vor diesem Hintergrund Ideen und Handlungsempfehlungen über Sektorgrenzen hinweg.

 Mögliche Teilaspekte, die im Rahmen des Programms behandelt werden:

-         Neue Ansätze strategischen Regierungshandelns

-         Strategien zum besseren Umgang mit Komplexität

-         Effizientes Regierungshandeln in Zeiten der Schuldenbremse

-         Evidenzbasierte Politik als Teil der Wissensdemokratie

-         Kooperationen von Wirtschaft und Politik durch Public-Private-Partnerships

-         Kooperationen von Zivilgesellschaft und Politik durch Public-NonProfit-Partnerships

-         Politische Öffentlichkeit im Wandel, Zukunft der politischen Kommunikation

-         Selbstverständnis Bürger versus Selbstverständnis Staat

-         Offenes Regieren - Zukunft der Bürgerbeteiligung

-         Elitenrekrutierung in Politik und Verwaltung

-         Gesellschaftliche Tragfähigkeit des europäischen Regierens

-         Dominanz der Exekutive, Schwäche des Parlamentarismus