Projekte 2010-2011

PROJEKT-ID: SUM
SMART URBAN MOBILITY – Integrierte Mobilitätskonzepte für die Zukunft

PERSPEKTIVEN
Menschen und Waren werden immer mobiler. Dies gilt nicht nur global und national. Auch lokal, innerhalb der urbanen Räume, steigen die durchschnittliche Anzahl und Länge der täglichen Wege. Metropolen und urbane Ballungszentren sind innovative Impuls­ und Ideengeber und somit  elementarer Bestandteil unserer Wohlstandssicherung. Damit sie diese Rolle nachhaltig einnehmen können, müssen die Städte ihren Bürgern trotz anhaltender Urbanisierung und demographischem Wandel ein hohes Maß an Lebensqualität und Entwicklungschancen bieten. Wenn die Mobilität von Mensch und Ware eingeschränkt ist, stocken auch Wirtschaft und gesellschaftliches Leben. Somit bedarf es eines integrierten Ansatzes, der Verkehrsträger und ­nutzer in einem integrierten Mobilitätskonzept zusammen denkt.
„smart urban mobility“ ermöglicht, abstrakt gesprochen, mehr Mobilität zu geringen Transaktionskosten in einem intelligenten Mobilitätssystem. Dies ist im 21. Jahrhundert kein Luxus, sondern eine ökonomische Notwendigkeit. Nur wenn es uns gelingt, Mobilitätseinschränkungen zu verhindern (bzw. die bereits vorhandenen deutlich zu reduzieren), können Städte und urbane Zentren auch in Zukunft wirtschaftlich prosperierende und zugleich lebenswerte Orte bleiben (bzw. wieder werden).
Für Deutschland bietet sich eine große Chance. Sowohl bei den großen Automobilherstellern als auch im innovativen Mittelstand gibt es herausragende Kompetenzen der intelligenten Systemsteuerung (Telematik, IT-Integration, Embedded Systems, intelligente Bezahl-/Mautsysteme). Die Integration dieser Kompetenzen in ein skalierbares Mobilitätskonzept für die urbanen Ballungszentren der Zukunft stellt eine gewaltige Aufgabe an Politik und Wirtschaft.

ZIELSETZUNG
Zielsetzung des Projektes ist es, ein integriertes Konzept für ein intelligent gesteuertes Verkehrs- und Mobilitätssystem in einem der dynamischsten Ballungsräume Europas zu entwickeln: Berlin. Dieses Konzept muss auf andere urbane Ballungszentren übertragbar sein. Alle Lösungsansätze müssen dabei auf ein Ziel einzahlen: Sie müssen dafür sorgen, dass urbane Mobilitätskosten sinken und gleichzeitig Transport-Qualität und Kapazität in einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Lebens- und Arbeitumfeld steigen.

STICHWORTE
Mobilität, Verkehrpolitik, Urbanisierung, Cluster, intelligente Verkehrssteuerung, urbaner Raum, Daten- und Verkehrsströme, Intermodalität, Bits und Atome, RFID, Systemsteuerung, Telematik, IT-Integration, Elektro-Mobilität, Logistik, Smartphones, obiquitous computing, Verkehrspsychologie, öffentlicher Verkehr, Internet der Dinge 

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Psychologie); Humanwissenschaften (Kognitionswissenschaft, Soziologie); Ingenieurwissenschaften (Kybernetik, Robotik, Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Städtebau, Verkehrswissenschaft); Naturwissenschaften (Geowissenschaften); Medizin (Umweltmedizin); Sozialwissenschaften (Demographie, Politikwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Sportwissenschaft); Rechtswissenschaften; Strukturwissenschaften (Informationswissenschaft, Linguistik, Mathematik, Systemtheorie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie).

INSTITUTIONEN
Für die intersektorale Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Verkehrsforschung, Verkehrspsychologie, Stadtplanung, Telematik, Logistik etc.); Unternehmen (IT-Hardware/Endgeräte, integrative IT-Systeme, Automobilindustrie, ÖPNV etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundes- und Landesministerien, Parteiorganisationen, Bundestags-/Landtagsfraktionen; Landes- und Bundesbehören etc.); Interessensorganisationen (Wirtschafts- und Umweltverbände etc.); Medien (Tageszeitungen, Magazine, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Mobilität und Verkehr

PROJEKT-ID: ST
STRATEGIC THINKING – Deutsche Strategiefähigkeit im 21. Jahrhundert

PERSPEKTIVE
Es gehört zum Standard-Repertoire politischer Kommentatoren die Strategielosigkeit deutscher Außenpolitik zu beklagen. Als Politikbereich, der vielleicht noch stärker als andere auf krisenhafte Ereignisse reagieren muss, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen, steht die Außenpolitik grundsätzlich vor der Herausforderung, mehr zu sein als das bloße Reagieren auf tagespolitische Anforderungen. Langfristig ausgerichtete strategische Überlegungen oder konkrete mittelfristige Zielsetzungen mit entsprechender Mittelunterfütterung bleiben dabei häufig auf der Strecke. Kundige Beobachter stellen der deutschen Außenpolitik daher ein zunehmend schlechtes Zeugnis aus: Deutschland fehle der Kompass, eine Leitlinie oder grundlegende Visionen davon, welche Rolle das Land international eigentlich spielen wolle.
Das Projekt soll sich diesem Problemfeld aus mehreren Perspektiven widmen. Zunächst soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle „Strategie“ im außenpolitischen Handeln spielen sollte und warum es in der Praxis häufig nicht dazu kommt. Dabei stellt sich die Frage, welche spezifischen Faktoren strategisches Denken und Handeln in Deutschland und welche Entwicklungen allgemeiner Art das außenpolitische Handeln westlicher Demokratien erschweren. Insbesondere soll analysiert werden, ob und – wenn ja – wie es anderen Staaten oder privatwirtschaftlichen Organisationen besser gelungen ist, den gestiegenen Interdependenzen und komplexen Wirkungszusammenhängen mit ausdifferenzierten Strategiefindungsprozessen zu begegnen. Dabei stehen erstens im staatlichen Kernbereich der Außenpolitik die multilaterale Einbindung nationalstaatlichen Handelns in der post-nationalen Konstellation einerseits, sowie die Vervielfältigung der außenpolitisch relevanten Akteure und deren Auswirkungen auf die „Strategiefähigkeit“ staatlicher Außenpolitik andererseits im Fokus.  In einem begleitenden Teil sollen Workshops für Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angeboten werden, die hiermit verbundene Fragestellungen zu bestimmten Themen begleitend aufnehmen.

ZIELSETZUNG
Ziel des Projektes ist es zu analysieren, wie verschiedene Organisationen - Regierungen, Unternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen und wissenschaftliche Organisationen - strategisches Denken institutionalisieren und umsetzen. Dabei sollen die Zielsetzungen, Methoden und Ansätze des „vorausschauenden Denkens“ verglichen und bewertet werden.Darauf aufbauend werden die institutionellen, methodischen und organisatorischen Entwicklungspotenziale einer ressort- und sektorübergreifenden „strategic community“ Deutschlands aufgezeigt. Durch die begleitende Bearbeitung konkreter außen- und sicherheitspolitischer Fallstudien mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft soll das sektor- und ressortübergreifende Denken gestärkt und die Strategiefähigkeit der außenpolitischen Entscheidungsträger Deutschlands in einem konkreten Arbeits- und Lernumfeld gestärkt werden.

STICHWORTE
Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Strategie, Strategic Foresight, strategische Kultur, Ressortübergreifendes Denken, Kollaboration, Governance, Design Thinking, Strategieentwicklung, Organisationsentwicklung

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Geschichte, Religionswissenschaft, Literaturwissenschaft); Humanwissenschaften (Soziologie, Wissenschaftsforschung, Kognitionswissenschaft)Naturwissenschaften (Geographie); Philosophie (Ethik, Sozialphilosophie, Politische Philosophie); Rechtswissenschaften (Juristische Methodenlehre, Rechtsphilosophie); Sozialwissenschaften (Demographie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Soziologie); Strukturwissenschaften (Informationswissenschaft, Systemtheorie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie).

INSTITUTIONEN
Für die intersektorale Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Internationale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Strategielehre, Zukunftsforschung etc.); Unternehmen (alle Branchen, spezifisch Strategieabteilungen, Unternehmensentwicklung, Corporate Foresight etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags-/Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Internationale Organisationen, Bundes- und Landesbehörden); Interessensorganisationen  (Wirtschafts- und Branchenverbände, NGO’s); Medien (Politische Zeitschriften, Tageszeitungen, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik

PROJEKT-ID: RS
RESSOURCENSTRATEGIE– Sicherheit für die globale Ressourcenversorgung

PERSPEKTIVE
Die Industrie in den westlichen Demokratien ist dringender denn je auf spezielle Rohstoffe angewiesen. Palladium, Platin, Coltan, Indium, Kupfer, Lithium oder Chrom bilden die Basis für eine Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik.  Verwendung finden diese Rohstoffe in Solar-, Brennstoffzellen-, Turbinen-, Glasfaser- und Lasertechnik, Katalyse, sowie Supraleitung, leichten Metalllegierungen sowie Elektroantrieben für Fahrzeuge. Die Verfügbarkeit dieser seltenen Erden und Technologiemetalle sichert unseren Wohlstand. Ohne sie ist der angestrebte Umschwung zu einer nachhaltig ausgerichteten Industrie- und Informationsgesellschaft nicht möglich.
Die Nachfrage nach Hochtechnologierohstoffen beschleunigt sich rapide. Einerseits setzen Hochtechnologieländer auf die neuen Rohstoffe. Anderseits führt der anhaltende wirtschaftliche Aufstieg der BRIC-Staaten und anderer Schwellenländer zu einer Verknappung von Rohstoffen auf den globalen Märkten. Es entstehen Abhängigkeiten zwischen Rohstoffexportnationen, die oftmals politisch instabil sind, und Rohstoffimportnationen - wie zum Beispiel Deutschland. Bei Ausgangsstoffen für die High-Tech-Industrieproduktion zeichnet sich bereits jetzt eine monopolartige Stellung einiger weniger Staaten ab. Dieses schlägt sich weitaus stärker nieder als etwa bei Öl oder Erdgas. In zugespitzter Form ist das bei einem Zusatzstoff zu Magneten in Elektromotoren zu beobachten: Neodym.  97 Prozent der weltweiten Produktion stammen aus China. Das Metall kommt – mit staatlichen Exportbeschränkungen belegt  – vorrangig der heimischen Industrie zugute. Dieses Vorgehen hilft China langfristig beim Aufbau einer wettbewerbsfähigen Industrie für Elektroantriebstechnik während der Zugang anderer Länder zu wichtigen Rohstoffen erschwert wird. Besondere Brisanz entsteht hierbei durch die jüngsten Milliardenprogramme, mit denen westliche Regierungen und Autokonzerne Hybrid- und Elektroautos fördern wollen.
Eine zentrale Anforderung des 21. Jahrhunderts ist somit die Sicherheit der globalen Ressourcenversorgung für die Industrieproduktion der Zukunft. Aufgrund der regional ungleichen Verteilung der Rohstoffvorkommen und des globalen Charakters der Rohstoffversorgung ist Versorgungssicherheit nicht mehr nur ein Thema der Wirtschafts- und Umweltpolitik, sondern erhält zunehmend eine außen- und sicherheitspolitische Dimension.

ZIELSETZUNG
Aus der dargestellten Perspektive lassen sich Schlussfolgerungen für eine europäische und globale Ressourcenstrategie ziehen, die darauf zielt,  Versorgungssicherheit mit High-Tech-Technologiemetallen sicherzustellen. Auf dieser Grundlage zielt das Projekt auf die Entwicklung eines integrierten strategischen Konzepts ab. Es ist ressortübergreifend und sektorübergreifend angelegt. Neben außen-, sicherheits-, wirtschafts-, entwicklungs- oder umweltpolitischen Gesichtspunkten spielen zukünftige Aufgaben und die Rolle von Wirtschaft, Staat und multilateralen Organisationen in einem solchen strategischen Konzeptes eine besondere Rolle. Die generell gewachsene Bedeutung der Unternehmen und NGO’s in der Außen- und Sicherheitspolitik soll dabei ebenfalls Berücksichtigung finden.  

STICHWORTE
Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Internationale Beziehungen, Rohstoffsicherheit, Unternehmensstrategie, Global Governance, High-Tech-Strategie, Wohlstand, Wachstum, Exportbeschränkung, China, Indien, Brasilien, eMobility, Industriepolitik

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Humanwissenschaften (Soziologie); Ingenieurwissenschaften (Kybernetik, Robotik, Praktische Informatik, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Feinwerktechnik, Informatik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik);  Naturwissenschaften (Geowissenschaften, Physik); Philosophie (Ethik, Sozialphilosophie); Rechtswissenschaften; Sozialwissenschaften (Demographie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie)

INSTITUTIONEN
Die Arbeit am Projekt erfolgt intersektoral. Dafür suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Internationale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Wirtschaftsgeographie, Strategielehre etc.); Unternehmen (Automobilindustrie, Telekommunikation, Metallindustrie, Energiewirtschaft, Biotechnologie, etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags-/Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Internationale Organisationen, Bundes- und Landesbehörden); Interessensorganisationen (Wirtschaftsverbände, NGO’s); Medien (Tageszeitungen, Zeitschriften, Magazine, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik

PROJEKT-ID: CS
CYBERSECURITY - Die sicherheitspolitische Bedeutung des Cyber Space für Staat und Wirtschaft

PERSPEKTIVE
In einer global angelegten Studie erklärten 73 Prozent aller befragten Unternehmen, dass sie im Jahr 2009 Opfer von Internetangriffen wurden. Ein Drittel dieser Attacken war erfolgreich. Zur gleichen Zeit nahmen Cyber-Attacken auf Staaten wie Georgien und Estland zu. Weithin besteht Unklarheit über die Urheber solcher Attacken. Die US-Regierung richtete jüngst ein "Cyberspace-Kommando" gegen Computerattacken ein. Es soll Angriffe auf sicherheitsrelevante Computernetzwerke in den USA abwehren und selbsttätig im Cyberspace operieren.
Die zunehmende Verschmelzung sensibler staatlicher wie unternehmenseigener Infrastrukturen mit dem Internet alarmiert Länder und Unternehmen in aller Welt: „Cybersecurity“ ist ein neues sicherheitspolitisches Problemfeld, dessen Bedeutung von politischen, gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Akteuren noch unvollständig erfasst ist. Die Relevanz möglicher Bedrohungs- und Problemlagen für staatliche und private Akteure sind weitgehend unklar. Der Trend ist allerdings eindeutig: Internationale Wirtschaftsspionage und IT-Sicherheit gewinnen als Problemfeld zunehmend an Bedeutung. Dass die Öffentlichkeit bisher einen tieferen Einblick in das Ausmaß von Cyberattacken erhalten hat, ist unwahrscheinlich: Beobachter schätzen, dass im Bereich der IT-Spionage nur einer von 10.000 Fällen bekannt wird.
Waren noch vor wenigen Jahren so gut wie alle Cyber-Attacken nachweisbar kriminellen Ursprungs, häuften sich vor allem solche Attacken, die als Spionage- oder Sabotageversuche mit politisch-strategischem Hintergrund deutbar sind. In diesem Zusammenhang beklagen auch deutsche Sicherheitsbehörden eine kontinuierlich zunehmende Wirtschaftsspionage in Deutschland, die sich gegen mittelständische, aber auch gegen Großunternehmen richtet. Außen- und sicherheitspolitische Beobachter fordern daher, dass Politik und Wirtschaft in Deutschland das politische, volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Gefährdungspotenzial von Cyber-Attacken offensiv diskutieren und Handlungsoptionen entwickeln. Bedeutung erhält diese Forderung dadurch, dass sich die klassischen Denkmuster und Instrumente der Außen- und Sicherheitspolitik bei der Abwehr von Cyber-Attacken kaum als wirksam erweisen dürften. Politik und Wirtschaft sind gleichsam gefordert, Cybersecurity gemeinsam zu gestalten und in die außen-, sicherheits- und wirtschaftspolitische Governance-Struktur einzubringen.

ZIELSETZUNG
Ziel des Projektes ist es zu analysieren, welche sicherheitspolitische Bedeutung der Cyber Space für staatliche und private Akteure hat, welche Gefahren auf diesem Politikfeld für Staat und Wirtschaft entstehen können und welche Mittel der Regulation auf nationaler, europäischer und globaler Ebene zur Verfügung stehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des außen- und sicherheitspolitischen Denkens im intersektoralen Diskurs.

STICHWORTE
Außenpolitik, Sicherheitspolitik, , Foresight, IT-Sicherheit, Cyberspace, Internetpolitik, Innere Sicherheit, Vernetzte Sicherheit, Wirtschaftsspionage, Digitalisierung, Digitale Infrastruktur, Digitale Kultur

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Geschichte, Medienwissenschaft); Ingenieurswissenschaften (Kybernetik, Nachrichtentechnik, Informatik)  Naturwissenschaften (Geographie); Philosophie (Ethik, Politische Philosophie); Rechtswissenschaften; Sozialwissenschaften (Demographie, Politikwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie); Strukturwissenschaften (Informationswissenschaft, Linguistik, Systemtheorie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie).

INSTITUTIONEN
Für die intersektorale Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Internationale Beziehungen, Sicherheitspolitik, Informationstechnik, Nachrichtentechnik, Zukunftsforschung etc.); Unternehmen (IT-Industrie, Telekommunikation, Sicherheit etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags-/Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Internationale Organisationen, Bundes- und Landesbehörden etc.); Interessensorganisationen (Wirtschafts- und Branchenverbände, NGO’s); Medien (Politische Zeitschriften, Tageszeitungen, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik

Projekt-ID: FN
FAKTOR N - Szenarien für eine Kultur der Nachhaltigkeit

PERSPEKTIVE
Deutschland muss nachhaltiger werden – ökologisch, ökonomisch und sozial. Politik und Wirtschaft schaffen die dafür nötigen Veränderungen nicht im Alleingang. Die gesamte Gesellschaft sollte den Wandel unterstützen. Dazu ist es wichtig, Nachhaltigkeit erlebbar zu machen. Es braucht starke Bilder im Arbeits- und Lebensumfeld der Menschen. 
Das Projekt „Faktor N“ sucht zwischen Architektur, Stadtplanung und Design nach neuen Ausdrucksformen und Treibern von Nachhaltigkeit. An dieser Schnittstelle treffen grüne Technologien, die  soziale Dimension urbaner Räume und kulturelle Deutungsmuster aufeinander. So zeigt die geplante Ökostadt Masdar City in Abu Dhabi, wie ökologische Architektur und Stadtplanung ein neues Alltagskonzept der Nachhaltigkeit schaffen. Im Westen Manhattans verbindet der auf einer früheren Hochbahntrasse erbaute „Highline“-Park Standortgeschichte mit Lebensqualität. Im Ruhrgebiet tragen innovative Nachnutzungskonzepte von Industrie- und Bergwerkanlagen zur lokalen Nachhaltigkeit bei und setzen langfristige wirtschaftliche Impulse.
Das Projekt zielt darauf ab, folgende Fragen zu beantworten: Wie drückt sich Nachhaltigkeit in einer Gesellschaft der Zukunft aus? Wie wandeln sich Kultur und Werte? Und was bedeutet dies für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft? Die Ergebnisse sind relevant für eine Vielzahl von Akteuren. So erhält der Greentech-Sektor einen Großteil seiner Aufträge aus dem Baugewerbe. Für Architekten und Bauindustrie ist ein Verständnis der zu erwartenden Trends zentral. Kommunen legen zunehmend Wert auf eine Stadtentwicklung, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte integriert. Kulturelle Alleinstellungsmerkmale sind wichtiger denn je. Daher sollte gerade nachhaltige Standortpolitik Architektur und Design mit einbeziehen. Aber auch Unternehmen bieten sich Chancen, wenn sie den kulturellen und gestalterischen Aspekt von Nachhaltigkeit für ihre Produktentwicklung besser verstehen. Das „Kartografieren der Nachhaltigkeit“ wird zu einer Grundvoraussetzung für die Umgestaltung der Arbeits-, Wirtschafts- und Lebenswelt hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft.

ZIELSETZUNG
Das Projekt zielt darauf ab, das von Architektur, Stadtplanung und Design ausgehende Erneuerungspotenzial zu identifizieren und zu kartografieren. Zu diesem Zweck werden in der ersten Phase 50 (Telefon-)Interviews mit namhaften Architekten, (Web-)Designern, Stadtplanern, Politikern und Zukunftsforschern durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in zwei Szenarien-Workshops ein, in denen Zukunftsszenarien für eine Kultur der Nachhaltigkeit in Deutschland konzipiert werden. In der Abschlussphase lassen sich aus den gewonnenen Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen insbesondere für Politik und Wirtschaft abgeleiteten.

STICHWORTE
Nachhaltigkeit, Kultur, Kreativwirtschaft, Grüne Technologien, Stadtentwicklung, Architektur, Green Design, Transformation der Gesellschaft, Nachhaltige Produktion, Nachhaltiger Konsum, Neue Arbeitswelt, Szenarioplanung, Baupolitik, Infrastrukturpolitik, Kulturpolitik, Urbanität

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Kunst- und Kulturgeschichte); Humanwissenschaften (Soziologie); Ingenieurwissenschaften (Architektur, Umwelttechnik, Städtebau, Verkehrswissenschaften); Naturwissenschaften (Ökologie, Psychologie); Philosophie (Ästhetik, Ethik, Kultur- und Sozialphilosophie); Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie); Strukturwissenschaften (Informationswissenschaft, Systemtheorie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie).

INSTITUTIONEN
Die Arbeit am Projekt erfolgt intersektoral. Daher suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Design, Architektur, Stadtplanung, Zukunftsforschung etc.); Unternehmen (Architekturbüros, Kommunikationsagenturen, CSR-Abteilungen, Berater im Bereich Nachhaltigkeit etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags-/Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Bundes- und Landesbehören etc.);  Interessensorganisationen (Wirtschaftsverbände, NGO’s etc.); Medien (Architekturverlage, Magazine, Zeitungen etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Nachhaltigkeit und Kultur

Projekt-ID: NDG
NEUE DIGITALE GESELLSCHAFT – Perspektiven einer integrierten IT- und Internetpolitik

PERSPEKTIVE
Die fortschreitende Digitalisierung und Durchdringung der Informations- und Kommunikationstechnologien werden Wirtschaft, Politik und Gesellschaft immer stärker prägen. Ob Mobilität, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Bildungswesen, Energieversorgung oder individuelle Kommunikation: „Neue Digitale Gesellschaft“ steht für die strategische Bedeutung der Informations- und Kommunikationsnetze als prägender Einflussfaktor für Fortschritt und Entwicklung in der Zukunft.
Schon heute prägt die rasante Verschmelzung der Informations- und Kommunikationstechnologien mit den Leitindustrien der deutschen Wirtschaft, etwa Maschinenbau, Automobilbau oder Energie, die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Auf- und Ausbaus der nationalen digitalen Infrastruktur. In den kommenden Jahren wird die mobile Internetnutzung massive Innovationsschübe in der geschäftlichen und privaten Kommunikation nach sich ziehen.
Politik und Telekommunikationsunternehmen gestalten diese Entwicklung gemeinsam. Doch ihre bisher gültige Kernbotschaft - „Ausbau des Breitbandnetzes“ – greift angesichts der Anforderungen der Zukunft zu kurz. Durch die wachsenden Anforderungen von Unternehmen und Privatnutzern an die digitale Infrastruktur entwickelt sich das Internet zu einem integralen Bestandteil unserer Arbeits- und Lebenswelt. Gesellschaftliche Veränderungen, technologischer Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung finden maßgeblich im und mit dem Internet statt.
Die Herausbildung einer „Neuen Digitalen Gesellschaft“ ist daher mit erheblichen Herausforderungen verbunden. So müssen erstens die Perspektiven für den weiteren Aus- und Aufbau unserer digitalen Infrastruktur definiert werden, um Deutschlands Vorsprung als Land mit einem der weltweit besten Internet- und Telekommunikationsnetzwerke langfristig  zu sichern. Damit einhergehen muss zweitens die Definition einer nationalen/europäischen Netzpolitik, die alle gesellschaftlichen Kernfragen aufgreift, die sich mit dem weiteren Ausbau des Internet als wichtigste wirtschaftliche und gesellschaftliche Infrastruktur des 21. Jahrhunderts stellen.

ZIELSETZUNG
Das Projekt zielt darauf ab, Zielsetzungen und Implementierungsschritte einer ressortübergreifenden Strategie „Neue Digitale Gesellschaft“ zu definieren. Dabei sollen technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kernfragen durch die Entwicklung einer integrierten IT- und Internetpolitik gleichermaßen Berücksichtigung finden.

STICHWORTE
Digitalisierung, Netzpolitik, Telekommunikation, Medien- und Datenschutzrecht, Digitale Kultur, Open Government, Netzneutralität, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit, Industriepolitik, Technologiepolitik, Wirtschaftspolitik, Forschungspolitik

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Medienwissenschaft, Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft, Psychologie, Literaturwissenschaft); Humanwissenschaften (Kognitionswissenschaft, Soziologie, Wissenschaftsforschung); Ingenieurwissenschaften (Kybernetik, Robotik, Praktische Informatik, Technische Informatik, Theoretische Informatik, Geoinformatik, Elektrotechnik, Feinwerktechnik, Informatik, Städtebau, Geoinformatik Maschinenbau); Naturwissenschaften (Geowissenschaften); Philosophie (Ethik, Sozialphilosophie, Kulturphilosophie); Sozialwissenschaften (Demographie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Soziologie); Strukturwissenschaften (Informationswissenschaft, Linguistik, Mathematik, Systemtheorie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozioökonomie).

INSTITUTIONEN
Für die intersektorale Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Informationstechnologie, Internetökonomie, Medienökonomie etc.); Unternehmen (Telekommunikation, Systemtechnik, Medienwirtschaft etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags- und Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Bundes- und Landesbehörden etc.); Interessensorganisationen (Wirtschaftsverbände, NGO’s etc.); Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Medien/IT/Internet

PROJEKT-ID: ZdJ
ZUKUNFT DES JOURNALISMUS – Qualitätsjournalismus in der digitalen Moderne

PERSPEKTIVEN
Die Medienbranche ist radikalen Wandlungen unterworfen. Der US-Wissenschaftler Philip Meyer prognostizierte, dass die letzte Papierzeitung um das Jahr 2040 von der Druckwalze laufen könnte. Bezeichneten Beobachter diese Aussicht noch vor wenigen Jahren als absurd, sind sich die Experten heute sicher, dass wir journalistische Inhalte schon bald überwiegend über elektronische Geräte wie iPad oder Smartphones rezipieren.
Gleichzeitig steckt der Printjournalismus in der Krise: Einsparungen, Entlassungen und Einstellungen – bekannte Blätter verschwinden vom Markt, und selbst die Zukunft altehrwürdiger Institutionen des Journalismus wie der New York Times gilt als unsicher. Ein Teil dieser Probleme ist zyklischer Natur, also ein Ergebnis der Wirtschaftskrise. Der andere Teil aber ist strukturell. Wir erleben einen maßgeblich durch die Verbreitung digitaler Medien induzierten, fundamentalen Wandel, der bestehende Geschäftsmodelle, aber auch Denkweisen im Journalismus herausfordert. Tageszeitungen haben mit einem deutlichen Verlust der Leserbindung zu kämpfen. Seit 1999 ist der Anteil der Personen, denen eine Zeitung wichtig ist, kontinuierlich zurückgegangen. Aber auch Zeitschriften haben Bindungsverluste hinzunehmen, während die subjektive Wichtigkeit des Internets weiter steigt. Mittlerweile ist den Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren das Internet wichtiger als Zeitungen oder Zeitschriften. Das Durchschnittsalter der Zeitungsleser dagegen steigt: „Zeitungsleser sind auf dem Weg zum Friedhof. Die Nicht-Zeitungsleser verlassen gerade das College“ (Warren Buffet).
Akteure in Medien und Politik wie auch unsere Gesellschaft insgesamt müssen sich der „Krise öffentlicher Information“ stellen. Die aktuelle, selbstkritische Debatte im Kreis der Journalisten und Medienmacher reicht dafür nicht aus. Vielmehr bedarf es eines  interdisziplinären und sektorenübergreifenden Diskurses, der im Wechsel zwischen Wissenschafts- und Praxis-Perspektive Relevanz und Funktion des Journalismus in sich pluralisierenden Demokratien analysiert.

ZIELSETZUNG
Das Projekt zielt darauf ab, einen offenen Denk- und Diskussionsprozess über Krisen und Chancen des Journalismus in der digitalen Moderne zu führen. Berücksichtigung sollen ebenso ökonomische Ursachen für die Krise und mögliche Lösungswege (Stiftungsmodelle etc.), technologische Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen erfahren. Nicht zuletzt sind Fragen der journalistischen Berufsethik und -kultur zu erörtern. Darauf aufbauend soll ein Leitbild für qualitativen Journalismus in der digitalen Moderne erarbeitet werden. Voraussetzung für die Legitimation dieses Leitbildes wird es sein, alle relevanten Stakeholder frühzeitig in den Arbeitsprozess einzubinden.

STICHWORTE
Journalismus, Berufsethik, digitale Medien, Printjournalismus, Online-Journalismus, Rolle der Medien, iPad, Smartphones, Medienpolitik, Öffentlichkeit, Mediennutzung, digitaler Journalismus, progressiver Journalismus

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Geschichte, Medienwissenschaften, Kunstwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften, Theaterwissenschaften); Humanwissenschaften (Psychologie, Soziologie); Naturwissenschaften (Informatik); Philosophie (Ethik, Kulturphilosophie); Rechtswissenschaften (Medienrecht); Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie); Strukturwissenschaften (Linguistik, Informationswissenschaft); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Sozioökonomie)

INSTITUTIONEN
Die Arbeit am Projekt erfolgt intersektoral. Daher suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Journalismus, Medienforschung, Medienpolitik, Medienmanagement, Medienwissenschaften, Journalismus etc.); Unternehmen (Medienwirtschaft, Kommunikationswirtschaft, Verlage etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Parteiorganisationen, Bundestags- und Landtagsfraktionen, Bundes- und Landesbehörden); Interessensorganisationen (Wirtschaftsverbände, NGO’s); Medien (Tageszeitungen, Magazine, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Medienpolitik und Journalismus

PROJEKT-ID: NV
NEUE VERMÖGENSKULTUR – Leitlinien sozialer Investitionen in Deutschland

PERSPEKTIVE
Die anhaltende Wahrnehmung mangelnder sozialer Gerechtigkeit gefährdet das Fundament unserer Demokratie, da die Wirtschafts- und Sozialordnung in Deutschland zunehmend auf Ablehnung stößt. Traditionell wird die politische Debatte um eine gerechte Lastenverteilung vor allem um die Frage nach geeigneten Umverteilungsmechanismen geführt. Kaum diskutiert wird hingegen, wie insbesondere materiell wohlhabende Menschen motiviert werden können, ihr Vermögen jenseits des staatlich geforderten Mindestmaßes, dem Zahlen von Steuern, gemeinwohlorientiert zu nutzen, etwa um die Zivilgesellschaft zu stärken.
Im Fokus des Projektes „Neue Vermögenskultur“ steht daher die Frage, welche politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen es braucht, damit insbesondere wohlhabende Bürger mit ihrem Privatvermögen soziale Investitionen tätigen. Welche Begründungen lassen sich für eine neue Vermögenskultur in Deutschland anführen, welches gesellschaftliche Klima und welche Formen der Anerkennung können konkret dazu beitragen? Wie lassen sich soziale Investitionen in die bestehende Engagement-Landschaft einpassen? Wie kann eine vernünftige Aufgabenteilung zwischen dem Staat und den in das Gemeinwohl investierenden Bürgern aussehen, und wie lässt sich aushandeln, dass diese Investitionen bestmöglich und tatsächlich dem Gemeinwohl dienend getätigt werden?

ZIELSETZUNG
Das Projekt „Neue Vermögenskultur“ zielt darauf ab, ein neues Bewusstsein für das „Vermögen mit Vermögen“ zu schaffen und einen Beitrag zu einer produktiven und handlungsleitenden sozialen Investitionskultur vermögender Personen in Deutschland zu leisten. Zu diesem Zweck sollen die wertbildenden Dimensionen von Vermögen analysiert und Leitlinien für eine neue Finanzierungskultur für gesellschaftliche Problemstellungen in Deutschland entwickelt werden. Auch wenn große materielle Vermögen besondere Beachtung finden werden, liegt dem Projekt dennoch ein erweiterter Vermögensbegriff zu Grunde – zum Vermögen zählen auch Zeit und Ideen. Die unterschiedlichen Zugänge zu dem Thema werden in der Endphase des Projektes in konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Akteure des gemeinnützigen Sektors umgesetzt.

STICHWORTE
Philanthropie, Soziale Investitionen, Gemeinnützigkeit, Stiftungen, Vermögen, Nachhaltigkeit, politische Kultur, Integration, Anerkennungskultur, Zusammenleben, bürgerschaftliches Engagement, Zivilgesellschaft, Dritter Sektor, Spenden, Social Entrepreneurship, Corporate Citizenship, Zivilgesellschaft.

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und insbesondere Zivilgesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geisteswissenschaften (Geschichte, Philosophie, Theologie); Humanwissenschaft (Pädagogik, Psychologie, Soziologie); Philosophie (Ethik, Politische Philosophie, Kulturphilosophie, Sozialphilosophie); Rechtswissenschaften (insbesondere Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht), Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Sozioökonomie)

INSTITUTIONEN
Die Arbeit am Projekt erfolgt intersektoral. Daher suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht, Social Entrepreneurship, Finanzwissenschaft etc.); Unternehmen (Finance, Banking, Family Offices, Vermögensverwaltung, CSR-Abteilungen, etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags- und Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Stiftungs- und Finanzaufsichtsbehören aus Bund und Ländern); Interessensorganisationen (z.B. Wirtschaftsverbände, NGO’s, karitative Einrichtungen); Medien (Politische Zeitschriften, Tageszeitungen etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Social Entrepreneurship und Zivilgesellschaft

PROJEKT-ID: EC
EXZELLENZCAMPUS – Studierendenrekrutierung nach der Exzellenzinitiative

PERSPEKTIVE
Die deutsche Hochschullandschaft erhielt in den letzten Jahren durch die Exzellenzinitiative einen bundespolitischen Impuls zur Stärkung einzelner Hochschulstandorte durch das Instrument der Forschungsförderung. Während die unmittelbaren Folgen und Ergebnisse schnell sichtbar waren, bleiben mittel- und langfristige Sekundäreffekte bislang kaum identifiziert.
So deuten erste Hinweise darauf hin, dass die Exzellenzinitiative zu einer zunehmenden Konzentration von Top-Studierenden auf einige wenige Universitäten führt. Hochschulen, die nicht „exzellent“ qua Label sind, stehen dadurch vor großen Problemen. Sie dürften in Zukunft womöglich weniger leistungsstarke Studierende anziehen. Welche Konsequenzen erfolgen daraus? Ist dies auch ein Problem für die Exzellenzuniversitäten? Führt die Konzentration von exzellenten Studierenden zur Abschottung einer neuen „Bildungsoberschicht“?
Das Ziel, sowohl sichtbare Spitzenhochschulen zu schaffen, verantwortlich und international handelnde Wissenschaftler und Entscheidungsträger von morgen auszubilden und gleichzeitig mehr jungen Leuten einen Hochschulzugang zu ermöglichen, erscheint angesichts dessen wie die Quadratur des Kreises. Die (Exzellenz-)Hochschulen stehen dabei vor einer strategischen Herausforderungen bei der Auswahl ihrer Studierenden. Sie müssen sicherstellen, dass sie die Leistungsstärksten ausbilden. Amerikanische Universitäten wie Harvard, Princeton oder Yale haben diese Herausforderung bereits seit längerer Zeit erkannt und rekrutieren trotz enorm hoher Bewerberzahlen proaktiv, um Studenten aus allen gesellschaftlichen Schichten zu gewinnen – stets das Ziel vor Augen, einen Exzellenzcampus zu formieren. Kann dies eine Erfolgsstrategie für Deutschland sein, um ein gerechtes, exzellentes Hochschulsystem zu schaffen? 

ZIELSETZUNG
Das Projekt „ExzellenzCampus“ entwickelt Leitlinien für die Entwicklung strategischer Rekrutierungsmaßnahmen deutscher Hochschulen als Antwort auf die Exzellenzinitiative. Dazu werden  Relevanz, Risiken und Chancen einer aktiven Studierendengewinnung insbesondere im Zusammenhang mit Studiengebühren, Studienberatung/-betreung und Lehre, Hochschulfinanzierung sowie Arbeitsmarktchancen der Universitätsabsolventen analysiert. Die gewonnenen Ergebnisse bilden die Grundlage für konkrete Empfehlungen an die neuen Exzellenzhochschulen zur Entwicklung einer aktiven Rekrutierungsstrategie gegenüber potenziellen Studenten. Daraus sollen entsprechende Handlungsoptionen auch für Nicht-Exzellenzhochschulen abgeleitet werden Die rechtlichen und politischen Voraussetzungen, die für die Umsetzung einer solchen Strategie notwendig sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

STICHWORTE
Bildungspolitik, Hochschulpolitik, Exzellenzinitiative, Bildungsgerechtigkeit, Zugang zu Bildung, Eliteuniversitäten, Bildungsmigration, Studiengebühren, Hochschulfinanzierung, Ökonomie der Bildung, Wissenschaftsstandort Deutschland, Brain Drain, Nationale Bildungspolitik, Bildungsföderalismus

DISZIPLINEN
Für die interdisziplinäre Bearbeitung des Projektes suchen wir Vordenker und Praktiker aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik/Verwaltung und Gesellschaft mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere in folgenden Disziplinen:

Geistes- und Humanwissenschaften (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Pädagogik, Wissenschaftsforschung); Philosophie (Wissenschaftstheorie, Ethik, Kultur- und Sozialphilosophie, politische Philosophie); Rechtswissenschaften; Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie); Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft).

INSTITUTIONEN
Die Arbeit am Projekt erfolgt intersektoral. Daher suchen wir Vordenker und Praktiker mit projektrelevanter Expertise und Erfahrung insbesondere aus folgenden Organisationen:

Universitäten/Forschungsinstitutionen (Bildungsforschung, Forschungsförderung, Personalmanagement, Hochschulmanagement, Organisation/Personalführung, Wissenschaftsmanagement etc.); Unternehmen (Unternehmen aller Branchen, Schwerpunkt Personalentwicklung, Recruiting, etc.); Ministerien/politische Institutionen (Bundesministerien, Landesministerien, Bundestags-/ Landtagsfraktionen, Parteiorganisationen, Bundes- und Landesbehörden etc.); Interessensorganisationen (Wirtschaftsverbände, NGO’s etc.); Medien (Tageszeitungen, Magazine, Blogs etc.); Stiftungen/Think Tanks im Bereich Bildung



Kontakt

stiftung neue verantwortung
Melanie Seifart
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Berliner Freiheit 2
D-10785 Berlin

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F. +49(0)30 81 45 03 78 97